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Ew. H˖[ochwohlgebohren]
verehrliche Antwort von gibt mir nicht nahe Hofnung Sie hier zu sprechen. Ich gebe mir daher die Ehre, Ew. H˖[ochwohlgebohren] die vertrauliche Mittheilung zu machen, daß ich von einem königlich Preus˖[ischen] Staatsdiener im Departement der auswärtigen Angelegenheiten der das Vertrauen des Pr˖[eusischen] StaatsCanzlers genießt und in freundschaftlichen Verhältnißen zu mir steht, zur Beobachtung aufgefordert bin, ob Sie nicht etwa geneigt wären, München gegen Bonn zu vertauschen und künftig dem Pr˖[eusischen] Staat anzugehören, der Ihre großen Verdienste und Eigenschaften zu ehren weiß.
Darf ich gleich als Baier nicht wünschen, daß mein Vaterland eines so ausgezeichneten Mannes beraubt werde, so bin ich es doch der Rücksicht für die Bitte meines Freundes schuldig, lieber geradehin Sie von der an mich gekommenen Anfrage, die ich übrigens noch als Geheimniß ansehe, in Kenntniß zu setzen, und Ihnen dann zu überlassen mir recht bald, weil ich am 6then oder schon am eine ein paar Wochen daurende Reise beginne, und auf ganz sicherm Wege einen Wink zu geben, ob förmliche Anträge gute Aufnahme fänden.
Belieben übrigens Ew. H˖[ochwohlgebohren] überzeugt zu seyn, daß ich meinen Freunde Ihre Winke nicht als Äußerungen von Ihnen, sondern vor der Hand nur als Wahrnehmungen von meiner Seite schildern würde und sehn Sie meine gegenwärtige vertrauliche Mittheilung nicht blos als eine vollkommne Garantie gegen jeden unvorsichtigen Gebrauch Ihrer offnen Gegen Äußerung, sondern auch als einen kleinen Beweiß der ausgezeichneten Verehrung an, mit welchen ich die Ehre habe, stets zu seyn
Ew. H˖[ochwohlgebohren]
gehorsamster Diener
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