Hochwohlgeborner Herr Geheimerath!
Gestern Nachmittags wollte ich mit meinen Töchtern die Ehre haben, der Frau Geheimderäthin Besuch abzustatten und zugleich Eurer Hochwohlgeboren das erste Exemplar meiner jüngsten, akademischen Gedächtnißrede zu behändigen, die übrigens erst in 10–12 Tagen in den Buchhandel kommen wird. Hätte ich die Anmerkungen leider nicht so klein drucken lassen, es wäre ein leidlicher Quartband herausgekommen. Von der Völkerwanderung bis auf die letzten Carlowinger, sind so ziemlich alle Streitfragen erschöpft und für mein grosses Werk aus dem Wege geräumt. – Es ist eine furchtbare Arbeit in diesen 20 Bogen. Möge Sie Ihres ferneren Zutrauens mich werth erhalten!
Verehrungsvoll
Hormayr