Eine überraschenderes Weihnachtsgeschenk konnte uns nicht leicht erhalten, als das zu Theil gewordne wurde, indem ich den XVI. Band des von Ihnen und Herrn von Graeffe herausgegebnen Journals für Chirurgie und allgemeine Heilkunde mit der gütigen Zueignung an mich empfieng. Ich leugne gar nicht, daß diese mich etwas beschämt hat, inwiefern ich eine frühere etwaige Wirkung auf die edle Wiss˖[enschaft] der Heilkunde, so weit ich ihren gegenwärtigen St[an]dpunct beurtheilen kann, fast als verschollen annehmen muß, wie ich denn auch ### seit geraumer Zeit nichts gethan diese Beziehung zu erneuern. Doch Männer von ###...### beseelt, wissen, daß es eben kein Heil weder für die Wiss˖[enschaft] noch für die K[un]st wenn beleb˖[ende] Ideen verstummen, und das alte Geschlecht der Licht und Einsicht verleugnenden Nachteulen ihr lugubres Lied wieder ungescheut anstimmt. Vielleicht, daß mir auch noch Zeit vergönnt ist, meine Beziehung, die ich nie ganz aus den Augen verloren, mittelst Ideen von größerem Umfang und tiefer umschaff˖[enden] Kraft, als im 1sten Anfang möglich und so zu sagen erlaubt waren, einst [auf] daurende und eine für Männer mehr Dank verdien˖[ende] Weise wiederherzustellen. Einstw˖[eilen] bitte ich Sie, theuerster Fr˖[eund], für sich s˖[elbst] meinen herzlichsten Dank zu empfangen, und nicht weniger dem würdigen Mitherausgeber, Herrn HofRath von Graeffe mit meiner tiefen Verehrung meine also tiefe Dankbarkeit zu bezeugen.