Schelling

Schelling Nachlass-Edition


Seiner Majestät dem König von Bayern ec. ec.

zu allerhöchst eignen Handen.

in

Berchtesgaden.

Allerdurchlauchtigster, großmächtigster König,
Allergnädigster König und Herr!

Eurer Königlichen Majestät Aller-Höchstunmittelbar die anliegende Bittschrift zu überreichen würde ich ohne obwaltende Nothwendigkeit mich nicht unterstanden haben. Es ist mir aber von der Behörde auf’s Bestimmteste versichert worden, daß, nachdem der für Gesuche dieser Art vorgeschriebne Zeitpunct von mir aus Unwissenheit versäumt worden, AllerHöchstDero Kriegs-Ministerium einer Bittschrift dieses Inhalts keine weitere Folge geben würde und mir deßhalb nichts weiter übrig bleibe, als deßhalb unmittelbar an die Allerhöchste Gnade Eurer Königlichen Majestät mich zu wenden. Von der angestammten Milde und oft erfahrnen Huld Eurer Königlichen Majestät auf’s Innigste überzeugt, daß AllerHöchstDieselben einem Vater, der seine Zeit und Kräfte dem Unterricht Andrer widmet, in einem solchen, die Erziehung eines Sohns betreffenden Gesuch einige Allergnädigten Rücksicht angedeihen zu lassen nicht versagen werden, wage ich demnach, das anliegende Gesuch zu AllerHöchstunmittelbarer Entscheidung mit derjenigen allertiefsten Ehrfurcht vorzulegen, in welcher ich ersterbe

Eurer Königlichen Majestät
allerunterthänigst-treu-gehorsamster

Schelling.