Schelling

Schelling Nachlass-Edition


Euer Wohlgebohrn

wird bereits Herr Baron von Cotta die nöthigen Anweisungen wegen des Drucks meiner Vorlesungen ertheilt haben. Ich wartete bis jetzt auf Nachricht von Augsburg, um sogleich Manuscript zu übersenden. Da diese nicht erfolgt ist, so übersende ich einstweilen einen Theil des Manuscripts, p. 1–80. mit der Bitte, den Druck baldmöglichst anfangen und möglichst beschleunigen zu lassen. Herr Baron von Cotta versichert mich, daß er alles meinen ihm geäußerten Wünschen gemäß habe einrichten lassen. Ew. Wohlgebohrn werden also wissen, daß die Schrift mit denselben Lettern und ganz in demselben Format, wie der Schillerisch-Goethe’sche Briefwechsel gedruckt werden soll. Im Fall das Papier der ganzen Auflage dem des obenerwähnten Briefwechsels gleich ist, wünsche ich nur 24 Freyexemplare auf diesem Papier, und außer diesen noch 12 auf geglättetem Velin. Im entgegengesetzten Fall müßte ich mir
12 Exemplare auf gewöhnlichem Druck)
12 Exemplare auf Schreib-) Papier
12 Exemplare auf Velin)
ausbitten. Die Größe der Auflage werde ich unter’m Heutigen Herrn von Cotta zu 1000 Exemplaren vorschlagen, sollte Herr von Cotta eine größere zu machen wünschen, so würden seine Aufträge deßhalb noch immer in Augsburg eintreffen können, eh der erste Bogen definitiv abgedruckt würde. Eine 2te Revision bitte ich mir von jedem Bogen bestimmt aus. Am besten wird sie geradezu an mich addressirt, sie kann dann jederzeit mit der Abendpost zurückgehn.

Ich ersuche Euer Wohlgebohrn mich auf jeden Fall von dem Empfang des Manuscripts gleich in Kenntniß zu setzen, und dieser Benachrichtigung bald die erste Correctur folgen zu lassen.

Hochachtungsvoll

Schelling.