Euer Hochwohlgebohrn
Haben mir im bestimmt versprochen, daß Sie mir bei eintretenden Sommerferien, wenn Sie Zeit gewinnen, die Rechnung durchzugehen, mein Guthaben sicher zusenden würden. Nun sind derzeit 1 1/2 Jahre verflossen, und ich habe noch immer nichts. Was haben Sie davon, und wozu nützt es Ihnen, wenn Sie mich ein Jahr um das andere hinhalten, und quälen; mir meine baaren Auslagen an Papier und verdienten Arbeitslohn zurückhalten, und so mich ängstigen? Ein solches Benehmen, wie Sie gegen mich zeigen, habe ich noch nicht erfahren dürfen, wie von Ihnen. Ich fodere Sie hiemit auf und bitte Sie nochmals, mir das, was Sie mir schuldig sind, zu bezahlen; als Mann von tiefen Kenntnissen müssen Sie in Ihrem Innern fühlen, daß
Unter Erwartung meines schon so lange hart vermißten Geldes, welches ich so nothwendig brauche verharre mit ausgezeichneter Hochachtung
Euer Hochwohlgebohrn
erg˖[ebener] D[iene]r˖
C.F. Meyer.
Weißenburg
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