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Schelling – Edition und Archiv

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Reihe II: Nachlass und Nachschriften

Band 1,1

Frühe Bebenhäuser Arbeiten (1787–1791). Herausgegeben von Christopher Arnold und Andreas Zierl. 2017. X, 281 S.
Der Band macht Schellings früheste Arbeiten aus seiner Schulzeit in Bebenhausen erstmals in historisch-kritischer Edition zugänglich, darunter die zum Abschluss der Schulzeit gehaltene ›Oratio canicularis‹ (Hundstagrede), in der es um den Nutzen der alten Sprachen geht. Einige der Texte gehen auf den Unterricht von Joseph Friedrich Schelling zurück, der seit 1777 an der Klosterschule Bebenhausen als Professor tätig war. Die in diesem Rahmen entstandene Auslegung der Psalmen dokumentiert die Anfänge von Schellings bibelhermeneutischer und exegetischer Beschäftigung. Neben dieser Bearbeitung sind in den Band zwei in Hexametern verfasste lateinische Gedichte, das Textfragment »Geschichte des Klosters Bebenhausen« sowie Auslegungen von klassischen griechischen Autoren wie Isocrates und Pindar aufgenommen.

Band 1,2

Kommentar zum Buch ›Hiob‹. Herausgegeben von Christopher Arnold und Christian Danz.

Der Band macht eine eigenständige Kommentierung des alttestamentlichen Buches Hiob zugänglich, die der junge Schelling zwischen 1790 und 1793 unter Verwendung von Vorlesungsnachschriften der berühmten Tübinger Orientalisten Christian Friedrich Schnurrers (1742–1822) ausgearbeitet hat. Die Auslegung des Buches Hiob, die in drei Nachlassheften überliefert ist, erfolgt vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Bibelexegese und den Kontoversen über Alter und Charakter des alttestamentlichen Buches. Die Ausführungen zeichnen sich dabei durch eine herausragende philologische wie textkritische Gründlichkeit und Ausführlichkeit aus. Neben den wichtigsten hebräischen und griechischen Codizes sowie der Vulgata sind auch chaldäische, arabische und syrische Übersetzungen ständiger Begleiter der Untersuchungen Schellings. Der Band wird durch editorische Berichte, Anmerkungen, Register und Bibliographie erschlossen.

Band 2

Frühe alttestamentliche Arbeiten (1789–1793). Herausgegeben von Christopher Arnold und Michael Hackl. Transkribiert und mit Anmerkungen versehen von Beatrice Rauschenbach.

Der Band macht vier unbekannte Texte des jungen Schelling zugänglich, die er zwischen 1789 und 1793 niedergeschrieben hat: Notamina ex prælect. D. Schnvrreri in Psalm. (1789/90), Animadversiones in Jeremiam et Jesaijam (1790/91), Jeremias (1791-1793) und Psalmen (1792/93). Die vier eigenen Kommentierungen der alttestamentlichen Psalmen sowie der Propheten Jeremia und Jesaja dokumentieren die werkgeschichtliche Entwicklung von Schellings Bibelhermeneutik im Kontext der späten Aufklärungstheologie und geben einen wissenschaftshistorisch bedeutenden Einblick in den Unterrichtsbetrieb an der Tübinger Universität am Ende des 18. Jahrhunderts. Besonders hervorzuheben sind die intensiven und weitreichenden philologischen wie auch textkritischen Untersuchungen Schellings. Neben den obligaten hebräischen und griechischen Codizes, zieht er regelmäßig chaldäische, arabische, syrische sowie lateinische Varianten und Übersetzungen hinzu. Editorische Berichte, Anmerkungen, Register und Bibliographie erschließen den Band.

Band 3

Frühe theologische Arbeiten 1790–1791. Herausgegeben von Christopher Arnold und Beatrice Rauschenbach. 2014. 511 S. 3 Abb.

Band 4

Frühe theologische Arbeiten 1792–1793. Herausgegeben von Christian Buro und Klaus Grotsch. 2013. 479 S. 8 Abb.

Band 5

Frühe theologische und philosophische Arbeiten 1793–1795. Herausgegeben von Christopher Arnold, Christian Buro und Klaus Grotsch. Transkribiert und mit erklärenden Anmerkungen versehen von Klaus Grotsch und Hartmut Buchner †. 2016. XIV, 477 S.

Band 6, 12

»Philosophie der Kunst« und weitere Schriften (1796-1805).  Herausgegeben von Christoph Binkelmann und Daniel Unger. Unter Mitwirkung von Alois Wieshuber. 2017. 2 Bde. Zus. XXV, 805 S.
In seinen zwischen 1802-1805 in Jena und Würzburg gehaltenen Vorlesungen zur Ästhetik entfaltet Schelling im Spannungsfeld zwischen Romantik und Klassizismus ein System der Künste auf Grundlage der eigenen Identitätsphilosophie. Die Edition folgt dem Text der ‚Sämmtlichen Werken‘ aus der Würzburger Zeit und gibt zusätzlich eine Jenaer Nachschrift wieder.
Daneben enthält der Band das sog. ›Älteste Systemprogramm des Deutschen Idealismus‹ von 1796; dazu werden zwei Gedichte Schellings herausgegeben: das »Epikurisch Glaubensbekenntnis« von 1799 und ein Naturgedicht Schellings, die sog. »Stanzen«.

Band 7, 1–2

»System der gesammten Philosophie« und weitere Schriften (1804–1807). Herausgegeben von Christoph Binkelmann und Daniel Unger.
Zwischen 1801 und 1806 hielt Schelling zunächst an der Universität in Jena, später in Würzburg Vorlesungen über sein philosophisches System. Publiziert wurde das Vorlesungsmanuskript erst 1860 nach dem Tode Schellings in den »Sämmtlichen Werken« (Bd. 6). Das Würzburger System ist die einzige erhaltene umfassende Darstellung von Schellings Identitätsphilosophie. Schelling schildert darin ausführlich den Zusammenhang von von Natur- und Idealphilosophie.
Die Edition gibt den Text aus den »Sämmtlichen Werken« wieder und vergleicht ihn mit Nachschriften der Vorlesungen. Weitere Texte des Bandes sind die »Propädeutik« (1804), die Erwiderung Schellings auf eine Kritik Johannes von Müllers und das Fragment »Über das Wesen deutscher Wissenschaft« (1807).

 

Band 8

Stuttgarter Privatvorlesungen (1810). Herausgegeben von Vicki Müller-Lüneschloß. 2017. X, 284 S. 7 Abb.

Band 10, 1-3

Erlanger Vorträge 1821. Herausgegeben von Anna-Lena Müller-Bergen und Philipp Schwab. Unter Mitwirkung von Petr Rezvykh und Simone Sartori.
Schellings ›Erlanger Vorträge‹ vom Wintersemester 1820/21 besitzen eine Schlüsselstellung in seinem Gesamtwerk. Als grundlegende Reflexion über das Wesen der Philosophie als Wissenschaft verbinden sie Transzendental-, Identitäts- und Weltalterphilosophie mit der späteren in München und Berlin vorgetragenen Philosophie der Mythologie und Offenbarung. Der Band ediert erstmals Schellings handschriftliche Vorlage der Vorträge aus dem Berliner Nachlass. Er vereinigt damit die Edition einer bisher unbekannten Nachschrift sowie den Text der sog. Enderlein-Nachschrift in neuer Transkription und schließlich die Fassung der Vorträge in den ›Sämmtlichen Werken‹. Die Texte werden durch eine Synopse systematisch aufeinander bezogen.